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Gastfreundschaft aus Überzeugung - Christian Kossmann aus Niedermendig wird Priester

25.05.21







Im Namen der Pfarreiengemeinschaft Am Schaumberg gratuliert Pastor Welsch nach der Weiheliturgie unserem neuen Kaplan Kossmann und heißt ihn bereits herzlich willkommen.










Foto: Jens Bauer


Zell – Was antwortet ein angehender Priester auf die Frage nach dem Lieblingsfach in seiner Schulzeit? Religion war es bei Christian Kossmann definitiv nicht. Der 27-jährige Niedermendiger legte sein Abitur in den Fächern Deutsch, Biologie und Geschichte ab, wobei ihn letzteres am meisten interessierte. Doch unmittelbar vor seiner Priesterweihe am Pfingstsamstag, 22. Mai im Trierer Dom spielt sein Schulabschluss keine Rolle mehr. Nach seiner Zeit als Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm steht im Sommer seine nächste Station fest: Kaplan im nördlichen Saarland.

Eineinhalb Jahre war Christian Kossmann an der Mosel. Zu kurz, um eigene Schwerpunkte in der Gemeindearbeit zu legen. Aber lang genug, um einen guten Einblick in alle Arbeitsbereiche zu erhalten. „Die Pfarrei im Normalzustand habe ich nur kurz kennengelernt. Doch trotz Corona war einiges möglich“, sagt der Priesteramtskandidat mit Blick auf die Gemeinde vor Ort, aber auch auf die Kirche im Allgemeinen. Durch die Pandemie habe man viel gelernt, „gerade im Bereich Digitalisierung, wie der Übertragung von Gottesdiensten“.

In seiner neuen Pfarreiengemeinschaft Am Schaumberg in Tholey möchte Kossmann „erstmal schauen, was da ist, wertschätzend damit umgehen und zuhören.“ Die Menschen vor Ort wüsste am besten, was sie benötigten. Für ihn ist es wichtig, „gemeinsam um den Glauben zu ringen. Welchen Stellenwert hat Jesus Christus in unserem Leben? Sind wir noch in seiner Spur?“ Es gehe ihm um diese ganz grundlegenden Dinge. Sein Wunsch ist, Menschen für Jesus offen zu machen. „Man muss mit Gott im Leben rechnen“, betont Kossmann. Es gelte, dafür bei den Menschen eine Grundoffenheit anzuregen. Für solche Gespräche und andere Anliegen sei er selbstverständlich immer ansprechbar – das sei ein ganz wesentlicher Aspekt der Nachfolge Jesu.

Er sei gerne Gastgeber, sagt Kossmann. Für andere zu kochen, mache ihm Spaß. Da passt es gut, dass er am 1. August seine Stelle in einer Pfarreiengemeinschaft im nördlichen Saarland antritt, sind die Saarländer doch bekannt für ihre Esskultur. „Ich freue mich sehr darauf“. Er sei schon ein paar Mal dort gewesen und die Landschaft eigne sich für ausgedehnte Wanderungen – ein weiteres Hobby des gebürtigen Eiflers.

Der Weg zum Priester
Während seiner Zeit in der Oberstufe verfestigte sich Kossmanns Ziel, Priester zu werden. „Es war ein Entwicklungs- und Reifungsprozess“. Er habe sich immer wieder gefragt, ob er sich mit dem Gedanken Priester zu werden wohl fühle. „Ich sehe meine Berufung als ein Geschenk“. Seine Familie war erst einmal überrascht; seine Freunde reagierten positiv „und haben meine Entscheidung mitgetragen. Sie meinten: ‚Das passt gut zu dir‘. Ohne diese Unterstützung hätte ich es vielleicht nicht gemacht“. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sein Freundeskreis ihn auf das ein oder andere Glas Wein in Zell besucht hat und sicher auch den Weg ins Saarland finden wird. Ansonsten sehen sie sich spätestens an Karneval wieder, denn Kossmann ist seit 2014 Teil der Prinzengarde in Mendig. „Nein, wir tanzen nicht“, entgegnet er gleich. Es sei einfach ein Karnevalsverein und zusammen mit seinen Besuchen Zuhause ein wichtiger Treffpunkt für ehrliche Gespräche und Rückmeldungen.

Darunter gibt es natürlich auch kritische Stimmen. Er versuche, die Freude, die er durch seinen Glauben spüre, authentisch zu leben und darüber zu sprechen. „Ich kann es schwer nachvollziehen, warum Menschen Kirche als beengend empfinden.“ Er selbst habe Kirche immer als einen Ort von Freiheit erlebt. „Elternfreie Zone“, schiebt er lachend nach. In seiner Heimatpfarrei St. Cyriakus war er Messdiener und später Betreuer bei Ferienfreizeiten. Hinzu kam das Interesse an der Liturgie.

Und wie kämpft man sich nun durch ein Studium der katholischen Theologie, wenn einen der Religionsunterricht wenig überzeugte? Das Schulfach und der Studiengang hätten wenig gemein, berichtet Kossmann, der ein Gymnasium in Koblenz besuchte. „Zum Glück.“

Quelle: https://www.bistum-trier.de



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(Johann Heinrich Pestalozzi)