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Nachruf zum Tod von Pfr. i. R. Robert Schumacher

27.04.18

Nachruf zum Tod von Pfr. i. R. Robert Schumacher


„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; bleibt in mir, dann bleibe ich in euch." Dieses Jesuswort aus dem Johannesevangelium (Joh 15,4-5) empfand Pastor Schumacher als (s)ein Schlüsselwort für den tiefen Sinn des Christ- und Priesterseins: um die innerliche Verbundenheit mit Jesus Christus zu beten, aus ihr zu leben und zu wirken.

 

Geboren wurde Robert Schumacher am 4. Januar 1941 in Trier, wo er, wie schon sein Vater, in der Jugend bei der Deutschen Bundespost tätig war. Doch wie es beim Apostel Paulus heißt: „Ihr seid der Brief Christi" (2. Kor 3,3), so spürte Robert Schumacher mit den Jahren, dass er berufen war, noch eine andere Nachricht, nämlich das Evangelium Christi selbst, im geweihten Dienst zu den Menschen zu bringen. 1967 machte er sein Abitur nach, anschließend trat er ins Trierer Priesterseminar ein und absolvierte dort sein Theologiestudium. Am 16. Juni 1974 wurde er in Trier von Bischof Bernhard Stein zum Priester geweiht und ließ sich auf seine erste Stelle als Kaplan in Bous senden. Seine weiteren priesterlichen Stationen waren: als Vikar in Gerolstein und Rockeskyll in der Eifel, als Pfarrverwalter und Pfarrer in Hoppstädten-Weiersbach (Bleiderdingen) und Heimbach an der Nahe, und ganze 20 Jahre lang als Pfarrer in Schmelz-Hüttersdorf.

 Im Ruhestand, ab Spätsommer 2012, wählte Pastor Schumacher die Gemeinde Tholey zu seiner neuen Heimat und Wohnung. In großherziger Weise fand er sich bereit, in einem guten, gleichsam dem Hl. Augustinus gemäßen "Un-Ruhestand" in unserer Pfarreiengemeinschaft am Schaumberg in der Seelsorge und insbesondere durch viele Hl. Messen in allen Orten mitzuwirken. Am 16. Juni 2014 konnte Pastor Schumacher in unserer Pfarreiengemeinschaft sein 40jähriges Priesterjubiläum feiern. Zu diesem Anlass gratulierte ihm unser vormaliger Pastor von Plettenberg mit dankbaren Worten, von denen ein prägnanter Ausschnitt hier noch einmal wiedergegeben sein soll: „Für seine ruhige und menschenfreundliche Art, seine gut überlegten und ansprechenden Predigten sind wir ihm sehr dankbar".

 Auch mit dem Einsetzen der fortdauernden Pfarrvakanz seit nunmehr fast 2 Jahren in unserer Pfarreiengemeinschaft am Schaumberg fand er sich in besonderer Weise bereit, unermüdlich in Gottesdiensten und Seelsorge vielfältig zu helfen, und dies trotz mancher gesundheitlicher Einschränkung, die das Alter mit sich brachte. Das Wort der Predigt blieb ihm immer ein besonderes Herzensanliegen; dabei scheute er sich nicht - nec laudibus nec timore - , unverfälscht neben dem Zuspruch der Frohen Botschaft auch den Anspruch des Evangeliums herauszustellen, die Zuhörer in die geistliche Unterscheidung zu führen, auf dass sie bewusst und mit Entschiedenheit ihr Christsein leben. Aber auch in der Einzelseelsorge waren es etliche Gesichter bei uns und von auswärts, die in ihm einen segensreichen geistlichen Beistand fanden.

 Eine besondere Prüfung für ihn wurde die Krebserkrankung, die 2017 bei ihm festgestellt wurde. Begleitet durch Menschen an seiner Seite, die ihm in Vertrauen und wunderbar neu zugewachsener Freundschaft beistanden, war Pastor Schumacher bereit, auch dem Leiden klar ins Auge zu sehen, es mit gläubiger Tapferkeit zu tragen, und die existentiellen Fragen seinem Herrn und Meister im Gebet anzuempfehlen. Kraft gab ihm immer wieder sein Dienst am Altar, auch und gerade noch in der Zeit fortschreitender Erkrankung. In der Nacht vom Guten-Hirten-Sonntag auf den St.-Georgs-Tag, am 23. April, begleitet durch treue Weggefährten an seinem Krankenbett im Hospiz in St. Wendel, wurde Pastor Schumacher aus diesem Leben heimgerufen.

 Das erste Sterbeamt wurde am 26. April von Weihbischof Robert Brahn gefeiert, am Ort seiner langjährigen Wirkungsstätte, der Pfarrei Kreuzerhöhung Hüttersdorf, auf deren Friedhof er auch seine letzte Ruhestätte fand. Ein zweites Sterbeamt, zu dem nicht zuletzt unser ehemaliger Pastor und jetziger Generalvikar von Plettenberg anreist, wird in unserer Pfarreiengemeinschaft am Schaumberg am 6. Mai in St. Peter zu Theley gefeiert.

 Wir danken unserem Ruhestandspastor Robert Schumacher für sein segensreiches Wirken und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Requiescat in pace.

Karl-Michael Fuck



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Toleranz wird oft mit Meinungslosigkeit verwechselt. Aber nicht der Meinungslose ist tolerant, sondern der, der eine Meinung hat, aber es den anderen zubilligt, eine abweichende Meinung zu haben und diese auch zu sagen.
(Manfred Rommel)