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Messdienerfahrt St. Mauritius Sotzweiler/Bergweiler

20.08.12

...BIS AN DEN OZEAN

… BIS AN DEN OZEAN


Wenn es für die kleinen und großen Messdiener aus Sotzweiler und Bergweiler auf Reisen geht, dann ist Spaß stets vorprogrammiert.

Montag, 6.8.12, 3Uhr morgens: Stau auf dem Dorfplatz in Bergweiler. Viele verschlafene Gesichter, aufgeregte Eltern und ein Bus rappelvoll mit Spielen, Gitarren, Skateboards und vielem mehr. Um 4Uhr konnte es nun endlich Richtung Aurich in der Nähe der Nordsee losgehen. Trotz der frühen Morgenstunden herrschte schon reges Treiben im Bus. Um die Mittagszeit erreichten wir das Ziel und stärkten uns erst einmal im Restaurant „Zur Goldenen Möwe" (MC Donald’s ;)). Das erste Highlight unseres Programmes war der Besuch der größten Skatehalle Deutschlands. Unser erfahrener Trainer Hendrik zeigte viel Geduld mit den Anfängern während die Profis unter uns bereits über die Halfpipes sprangen. Nach 4 Stunden Auspowern verließen alle müde, geschafft und mit heilen Knochen die Halle. Vier unserer älteren Mädels machten währenddessen die Innenstadt unsicher und kauften halb Aurich leer. Nach einem kleinen Spaziergang zurück zur Jugendherberge war Chillen und Abendessen angesagt. Hier ein dickes Lob an unsere Köchin für das leckere und frisch zubereitete Essen.

Dienstag, 7.8.12, 7.30Uhr: Von Sommer war nicht viel zu spüren. Es regnete in Strömen. Wir mussten die Kanutour absagen. 8.30Uhr Strahlender Sonnenschein! Flo hatte mal wieder Recht. Kurzentschlossen riefen wir erneut die Hafeninfo an und buchten die Kanutour erneut. 11Uhr: Die Schwimmwesten waren angelegt und alle saßen in den Kanus. Endlich konnte es losgehen.

Schnell stellte sich heraus, dass geradeaus fahren fast unmöglich war. Deshalb ging es im Zickzack von Buschland zu Buschland. Um im Rhythmus zu bleiben und die Ausflüge ins Buschland auf ein Minimum zu beschränken wurde lautstark gesungen und sogar in verschiedenen Fremdsprachen gezählt. Während unserer Kanutour zeigte sich, dass sich unsere Messdiener schnell in der ostfriesischen Kultur zurecht fanden indem sie die vorbeigehenden Fußgängen mit einem kräftigen „Moin, Moin" begrüßten. Nach fast 3 Stunden hatten wir endlich die langersehnte Schleuse in Wiesens erreicht. Halbzeit. An dieser Stelle ein Dankeschön an unseren Busfahrer, der uns ohne unser Wissen nachgefahren ist um uns den Rest unseres Essens zu bringen und den Bus als Toilette zur Verfügung stellte. Auf dem Rückweg mussten sowohl die Betreuer als auch die Kinder gegenseitig Motivationsarbeit leisten. Nach 6 Stunden Hochleistungssport hatten wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Zum Abendprogramm stand ein Battle zwischen Mädels und Jungs im Activity an. Lustige Zeichnungen, wirre Erklärungen und komische Verrenkungen sorgten für einen amüsanten Abend. Anschließend gab es noch eine kleine Modenschau und alle präsentierten stolz ihre neuen Messdiener-T-Shirts.

Mittwoch, 8.8.12, 8Uhr: Alle, bis auf das Zimmer unserer kleinsten Mädels, schlichen sich vollbepackt mit Gitarre, Kuchen und Geschenken in den Frühstückssaal, denn es war Helenas 11. Geburtstag. Ahnungslos und noch total verschlafen tappte sie in den Raum und wurde von der singenden Meute empfangen. Auch ein Überraschungsbesuch hatte sich an diesem Morgen angekündigt: Helenas Mama und ihre kleine Schwester hatten den weiten Weg auf sich genommen um ihr persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. Nach der morgendlichen Party machten wir uns auf in „Dat Otto Huus" (Otto Waalkes Museum) nach Emden. Auch wenn das Museum nur aus zwei kleinen Räumen bestand, gewann der Ottifant von Anfang an unsere Herzen. Nach einer kleinen Shoppingtour fuhren wir weiter zum schiefsten Kirchturm der Welt nach Suurhusen. Verblüfft waren alle von der Tatsache, dass das Fundament der Kirche aus Baumstämmen besteht, welche sich mit der zurückgehenden Nordsee in Bewegung setzten und somit den Turm mit sich rissen. Unser Führer erklärte uns auch, dass der Turm so schief ist, dass selbst der schiefe Turm in Pisa nicht mithalten kann. Nach so viel kognitiver Leistung ging es zum Entspannen an den Strand. Alle stürzten sich in die Wellen, aßen Geburtstagskuchen und genossen das schöne Wetter und die Aussicht. Durch gelegentliche Überfälle von Möwen auf unser Essen und unsere Kinder wurde das Sonnenbaden keinesfalls langweilig. Nach dem schiefsten Kirchturm wurden wir auf der Rückfahrt mit dem schiefsten Bus der Welt bekannt

gemacht. Beim Versuch die Schaltung des Busses zu reparieren, landeten wir leider im Graben. Bauer sucht Frau, nein… in unserem Fall wohl eher: Flo und Julia suchen Bauer, der uns mit seinem Traktor aus dem Graben rausholt. Zum Glück wurden sie gleich am ersten Haus fündig. Wir versuchten die Jugendherberge zu erreichen, doch niemand ging ans Telefon. Gott sei Dank war unser Pastor Plettenberg bereits in der Jugendherberge angereist und konnte so Köchin Marianne von unserem kleinen Malheur berichten, damit das Essen an diesem Abend später serviert werden konnte.

Donnerstag, 9.8.12, 8.30Uhr: Abfahrt nach Papenburg zur Meyer Werft gemeinsam mit Pastor Plettenberg. Dort begeisterten uns die gigantischen Kreuzfahrtschiffe, wie z.B. die neue AIDA Stella. Hinter bodentiefen Panoramafenstern konnten wir die Arbeiten an den fast fertigen Kreuzfahrtschiffen beobachten.

Nach den beeindruckenden Ereignissen in der Werft, verabschiedete sich Pastor Plettenberg wieder und wir fuhren weiter nach Esens in den Indoorspielpark Klabautermann um uns mal wieder richtig auszutoben. Selbst die Betreuer ließen es sich nicht nehmen die Rutschen und Klettertürme unsicher zu machen.

Nach dem Grillen in der Jugendherberge fuhren wir zum Großen Meer, einem Binnengewässer in der Nähe von Aurich um den Sonnenuntergang über dem Wasser bei einem Picknick zu genießen. Ein

paar mutige Jungs trauten sich sogar in das kühle Nass, wobei sich einer von ihnen am Fuß verletzte.

Freitag, 10.8.12, 8Uhr: Lars musste zum Arzt und konnte die Wattwanderung leider nicht mitmachen. Flo und Noah leisteten ihm Gesellschaft. Der Rest der Gruppe begab sich auf eine rutschige und matschige Tour durch das Watt. Trotz 15°C und starken bis mäßigen Wind mussten alle kurze Hosen anziehen und stapften mit ihren alten Schuhen oder auf Strümpfen durch das rutschige Watt. Die ersten paar Hundertmeter im Schlickwatt fielen allen deutlich schwer und unser Gang glich dem von Störchen. Wir mussten uns zunächst an den ungewohnten Bodenbelag gewöhnen. Während unserem dreistündigen Fußmarsch zeigte uns unsere Wattführerin Jessica die Bewohner und Pflanzen des Wattenmeeres. Wir durften unter anderem auch Wattsalat probieren und verschiedene Sachen mitnehmen. Mit voll bepackten Tüten gefüllt mit Souvenirs aus dem Watt, wie Austern oder toten Krebsen erreichten wir die Insel Baltrum. Dort mussten wir uns ganz schön beeilen um die Fähre zurück zum Festland und Flo, Noah und Lars zu erreichen. Mit der Fähre fuhren wir vorbei an den Seehundbänken von Norderney und konnten die schönen Tiere vom Schiff aus beobachten.

Um die strapazierten Muskeln zu entspannen, beschlossen wir in die Nordseetherme nach Esens zu fahren. Kaum im kühlen Nass angekommen, trafen wir schon gleich zwei bekannte Gesichter aus Sotzweiler. Wieder zurück in der Jugendherberge waren alle schon ganz aufgeregt, denn am Abend stand unsere Supertalentshow auf dem Programm. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen und der Gruppenraum in eine Showbühne verwandelt. Selbst die Kleinsten leisteten diese Aufgabe mit Bravour. Neben Tänzen, einem Theaterstück, einem Sockenspiel, Diavolo- und Thunder-Pops-Kunststücken machten sich auch die Betreuer zum Deppen des Abends. So beendeten wir unseren letzten Abend einer großartigen Reise an den Ozean.

Samstag, 11.8.12, 8.30Uhr: Letztes Frühstück. Nach 6 Tagen sahen die Zimmer endlich wieder wie Zimmer aus und waren wieder begehbar. Mit dem Bus voller Gepäck und müder Messdiener machten wir uns auf in Richtung Heimat. In Köln legten wir noch einen Zwischenstopp ein, besichtigten den Dom und machten die Stadt unsicher. Um der gelungenen Reise einen runden Abschluss zu verleihen stärkten wir uns noch alle gemeinsam in einem Restaurant.

Um 20.30Uhr erreichten wir müde, geschafft und voller neuer Eindrücke und Erfahrungen den Dorfplatz in Bergweiler. Die Eltern schlossen überglücklich ihre erschöpften Kinder in die Arme und waren sehr gespannt auf die Erzählungen und Bilder.

Abschließend kann man sagen, dass wir eine sehr schöne und spannende Zeit an der Nordsee hatten mit viel Action, aber auch Entspannung. Wir danken noch einmal allen Kindern, die wirklich sehr brav waren und somit zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben. Auch wollen wir uns bei unserem Busfahrer, den Gästeführern, der Jugendherberge in Aurich, besonderes bei unserer Köchin und allen anderen bedanken, die ein Teil dieser Fahrt waren. Unser Dank geht auch an alle Eltern, dass sie uns ihre Kinder anvertraut haben. Wir wollen auch Pastor Plettenberg danken, der uns bei der Planung und Durchführung komplett freie Hand gelassen hat. Dies war sicher nicht die letzte Fahrt der Messdiener aus Sotzweiler und Bergweiler.



Autor/in: Lisa, Julia, Hanna






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Zitat:
Es gibt keine Grenze der Nachsicht mit sich selbst.
(Martin Walser)